Trends im Online-Marketing: Ein Ausblick auf 2014

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Das Online-Marketing-Jahr 2013 war voll von spannenden Themen und interessanten Neuigkeiten. Ein erster Blick in des neue Jahr 2014 lässt vermuten, dass es nicht weniger spannend weitergehen wird. Im „Grundlagenwissen Online-Marketing“ des ersten WN OnlineMarketing Club Newsletters 2014 blicken wir einmal voraus auf die Trends und Themen der kommenden zwölf Monate.

Webseiten für Suchmaschinen optimieren (SEO)

Wer auf gute Werbebotschaften mit intelligenten Texten setzt, wird auch zukünftig aufmerksame Leser und Kunden haben. Deshalb ist es besonders wichtig, auch hier zu wissen, was den User anspricht. Hochwertig journalistisch recherchierte Artikel und hochwertiger Content sollten hierbei selbstverständlich sein. Mit seinem Suchalgorithmus-Update „Hummingbird“ hat Suchmaschinen-Riese Google deutlich unterstrichen, dass gerade Content und User-Experience wichtiger sind als je zuvor. Es geht nicht mehr nur darum, Webseiten und deren Texte auf bestimmte Keywords hin zu optimieren. Google möchte den Usern mit dem Update die besten Antworten auf ihre Suchanfragen liefern. Wichtig ist es nun, die möglichen Fragen von potenziellen Kunden zu verstehen und ihnen dazu relevante Inhalte zu liefern, die diese Fragen auch sinnvoll beantworten.

Bilder sagen mehr als tausend Worte

Manche Werbeexperten schaffen es, eine Werbebotschaft einzig mit Bildern so eindrucksvoll zu gestalten, dass Worte überflüssig werden. Denn Bilder sprechen die Emotionen viel mehr an als Worte und bleiben daher besser im Gedächtnis haften. Es erstaunt deshalb nicht, dass die Bedeutung von auf Bildern und Videos basierenden sozialen Netzwerken, wie „Tumblr“ oder „Pinterest“, im Online Marketing an Bedeutung gewinnen werden. Schon jetzt wandern User, gerade die jüngeren, zu diesen Diensten ab oder nutzen diese zusätzlich. Diese größer werdende Nutzergruppe gilt es in 2014 mit bildlastigem Marketing abzuholen.

Mobil-optimierte Inhalte sind ein Muss

So gut wie jeder nutzt heutzutage mindestens ein mobiles Endgerät, sei es Smartphone oder Tablet. Auch im Handel und Marketing wird das mobile Denken immer präsenter, das Stichwort „Responsive Design“ fällt immer häufiger. „Responsive Design“ ermöglicht die optimale Darstellung einer Webseite auf allen Endgeräten (stationär und mobil) und war schon eines der großen Themen im vergangenen Jahr. Obwohl immer mehr Leute über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets auf das Internet zugreifen, gibt es noch immer viele Webseiten, die für solche Zugriffe nicht optimiert sind. Durch die mühsame Handhabung auf mobilen Geräten verlieren solche Seiten stetig Besucher. Wer sich nicht anpasst, darf sich nicht über sinkende Besucherzahlen wundern. Es wird deshalb erwartet, dass sich auch bisher nicht optimierte Seiten in der kommenden Zeit auf diesen Trend einstellen werden.

Auch die führende Suchmaschine Google möchte, dass alle Besucher eine Webseite gleich gut nutzen können, egal mit welchem Endgerät sie darauf zugreifen. Mit anderen Worten: eine Webseite muss für die Darstellung auf unterschiedlichsten Endgeräten optimiert sein, um in der Reihenfolge der Suchergebnisse nicht abzurutschen. Zu den wichtigen Endgeräten zählen aktuell in erster Linie Tablet-PC’s und Smartphones, aber in naher Zukunft auch TV-Geräte.

Google+ gewinnt an Bedeutung

Unbestrittene Nummer eins der sozialen Netzwerke ist zwar immer noch Facebook, doch Google+ holt stetig auf. Inzwischen rangiert Google+ mit seinen über 300 Millionen Nutzern auf Platz zwei der Social-Media-Charts. Unternehmen sollten Google+ also nicht länger ignorieren und auf dem Netzwerk aktiv werden. Denn Google+ ist mehr als nur „ein weiteres soziales Netzwerk“. Gerade was Suchmaschinenoptimierung (SEO) angeht, scheint ihm eine wichtige Rolle zuzukommen. Schlüsselwort ist hier „Google Authorship“ und die damit verbundene Zuordnung von relevanten Inhalten.

„Ohne Moos nix los!“

Alle großen sozialen Netzwerke, mit Ausnahme von Google+, haben mittlerweile bezahlte Werbung im Repertoire. Mit den Börsengängen von Twitter und Facebook stehen die Unternehmen nun in der Pflicht, für ihre Shareholder auch Rendite zu erwirtschaften. Gratis Reichweite gehört also mehr und mehr der Vergangenheit an, bezahlter Werbung gehört auch in sozialen Netzwerken die Zukunft. Soziale Netzwerke werden künftig immer mehr neue Werbeformate anbieten. So kündigte z.B. Facebook bereits an, Werbevideos in den Newsfeed zu integrieren.

Große „Marken“ ignorieren klassische Medien

Als US-Superstar Beyonce im Dezember 2013 ihr neues Album veröffentlichte, gab es keine Pressetermine, Aufritte in TV-Shows oder Zeitungsinterviews. Stattdessen kündigte sie das Album über das soziale Netzwerk Instagram an. Gemessen an den Verkaufszahlen und dem darauffolgenden Social-Media-Hype, war die Aktion ein voller Erfolg. Dieser Trend feiert 2014 vielleicht noch nicht den Durchbruch, aber Nachahmer sind garantiert. Die Frage lautet: Sind traditionelle Medien bei ausreichend großer Social-Media-Fanbase überhaupt noch relevant? Oder werden Social-Media-Aktionen à la Beyonce die Kommunikation über klassische Medien vielleicht nur punktuell ergänzen?

Ob und wie sich die genannten Trends letztendlich im Online-Marketing etablieren werden, lässt sich wie so oft nicht mit hundertprozentiger Sicherheit vorhersagen, da die Entwicklungen im Online-Marketing immer vielschichtiger und komplexer werden. Aber nicht nur für große Marken und Unternehmen, sondern auch für KMU auf regionaler Ebene heißt es: Augen aufhalten und in der digitalen Entwicklung nicht den Anschluss verlieren. Viele Trends, gerade im Bereich „Social Media“, können ohne weiteres auch von KMU aufgegriffen werden.

Quelle: Westfälische Nachrichten

By web875 | 2. Februar 2014 |